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Gedanken beim Pilgern

„Der Weg ist das Ziel“ hört man immer wieder. Ich denke, das trifft auch recht gut auf eine schöne Wanderung zu, bei der es darum geht, sich die Landschaft anzuschauen. Für das Pilgern gilt dies nicht.

Beim Pilgern ist das Ziel das Ziel. Man geht zu einen bestimmten Ort, den man natürlich erreichen möchte, komme da was da wolle. Sei dies nun Santiago de Compostela, Walldürn, Jerusalem oder Fulda. Als Pilger hat man dieses Ziel immer fest vor Augen und man bereitet sich auf das Ankommen vor.

Doch wie kommt der Pilger zu diesem, seinem Ziel? Über den Weg. Der Weg führt zu dem Ziel und der Weg bereitet den Pilger für das Ziel vor. Beim Pilgern ist der Weg nur schwer planbar. Kein Tag ist wie der andere, kein Wegabschnitt wiederholt sich.

Der Weg gibt und der Weg nimmt. Er gibt dem Pilger Erfahrungen, Begegnungen, Einsichten und Zeit für dich selbst. Er nimmt aber auch vom Pilger. Er nimmt sich Sicherheit, Luxus, Hochmut, falschen Stolz und auch Gesundheit. Übrig bleibt Demut, Bescheidenheit und Dankbarkeit. Das letztere um so mehr, wenn der Pilger sein Ziel erreichen konnte.

Pilgern heißt, das Ziel immer in den Augen haben und sich auf den Weg einlassen. Nur dann ist der Pilger in der Lage auch die Dinge wahrzunehmen, die das Pilgern so besonders machen, nämlich die Erfahrung der kleinen Wunder, die hin und wieder auf der Pilgerschaft geschehen.

3 Gedanken zu „Gedanken beim Pilgern

  1. Michael Friedrich

    Hallo Ihr Lieben,
    ich hoffe es wird morgen wieder besser. Viele Grüße von Vera, unserer Vorsitzenden. Sie liest jetzt den Blog mit und reagiert auch auf die Anregungen. Ich fotografiere sie morgen und schicke sie Euch zu.
    Schlaft schön.
    Michael

    Antworten

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