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„Der Weg ist das Ziel“ hört man immer wieder. Ich denke, das trifft auch recht gut auf eine schöne Wanderung zu, bei der es darum geht, sich die Landschaft anzuschauen. Für das Pilgern gilt dies nicht.

Beim Pilgern ist das Ziel das Ziel. Man geht zu einen bestimmten Ort, den man natürlich erreichen möchte, komme da was da wolle. Sei dies nun Santiago de Compostela, Walldürn, Jerusalem oder Fulda. Als Pilger hat man dieses Ziel immer fest vor Augen und man bereitet sich auf das Ankommen vor.

Doch wie kommt der Pilger zu diesem, seinem Ziel? Über den Weg. Der Weg führt zu dem Ziel und der Weg bereitet den Pilger für das Ziel vor. Beim Pilgern ist der Weg nur schwer planbar. Kein Tag ist wie der andere, kein Wegabschnitt wiederholt sich.

Der Weg gibt und der Weg nimmt. Er gibt dem Pilger Erfahrungen, Begegnungen, Einsichten und Zeit für dich selbst. Er nimmt aber auch vom Pilger. Er nimmt sich Sicherheit, Luxus, Hochmut, falschen Stolz und auch Gesundheit. Übrig bleibt Demut, Bescheidenheit und Dankbarkeit. Das letztere um so mehr, wenn der Pilger sein Ziel erreichen konnte.

Pilgern heißt, das Ziel immer in den Augen haben und sich auf den Weg einlassen. Nur dann ist der Pilger in der Lage auch die Dinge wahrzunehmen, die das Pilgern so besonders machen, nämlich die Erfahrung der kleinen Wunder, die hin und wieder auf der Pilgerschaft geschehen.

Heute hatten wir 34 Grad im Schatten. Dieser Hitze konnte nicht entflohen werden. Auch der Wohni hatte dann eine Innentemperatur von 31 Grad aber ohne Lüftchen. Unter der Markise ging es gerade so.

Nichtsdestotrotz sind unsere liebsten Nachbarn auch wieder erschienen:

Wohl ein Entenpärchen.
Wohl ein Entenpärchen.

Was tut man bei Hitze? Na klar, man setzt sich auf das Rad, denn Fahrwind kühlt. Außerdem wollten wir heute Abend etwas auf den Grill hauen und so mussten wir noch einkaufen. Räder genommen und ab nach Beilngries.

Fahrtwind war da, Gegenwind auch aber kaum Luft zum Atmen. Noch nie waren die 5,5 km Radweg länger als heute. Es waren auch kaum Menschen auf dem Weg unterwegs, weder Wanderer noch Fahrradfahrer. In Beilngries kamen wir pünktlich zur Mittagspause der meisten Geschäfte an. Das EDEKA hatte auf und wir fanden auch einen Metzger. Der Rückweg zog sich erneut wie Kaugummi.

Am Campingplatz angekommen belohnten wir uns mit einer Melone mit Joghurt. Danach gingen wir zum See gegenüber und suchten uns ein schönes Plätzchen im Schatten.

Zum Abendessen wurde unser Grill angefeuert mit heute mal zehn Grillbrikets, damit es genug Hitze zum Grillen gab. Als der Grill dann soweit war kamen zwei schöne Lammlachse drauf. Dazu gab es Salat.

Fast wie im Restaurant.
Fast wie im Restaurant.

Und hier noch mal unseren Wohni aus der Entenperspektive

Oh, wer sitzt denn da?
Oh, wer sitzt denn da?

Was uns auffiel: Viele Camper haben eine Blume auf dem Tisch stehen. Meistens eine künstliche. Ist das ein nur unter Campern bekanntes Zeichen? Was kann diese Blume bedeuten? Wir bleiben dran.

Endlich passt das Wetter und wir können einmal etwas machen, was wir schon lange wollten: Ab in den Zoo. Und der liegt nur knapp 10 Gehminuten von unserem Hotel entfernt. Also frühstücken und los geht's. Der Zoologische Garten hat auch ein Aquarium, für welches man extra Eintritt zahlen muss, aber es gibt auch ein Kombiticket für Zoo & Aquarium. Die Anlage des Zoos ist sehr schön. Nur manchmal bekommt man den Eindruck, dass es von manchen Tieren nur ein Exemplar alleine im Gehege gibt. Insgesamt sind wir im Zoo fast 10 km Kringel gelaufen und wir haben den Verdacht, das wir einige Gehege nicht gesehen haben.

gestern waren wir in Berlin Mitte unterwegs. Gestartet sind wir zum Frühstück in Noah's am Wittenberger Platz. Das Frühstück war sehr gut. Alex hatte ein Käse- und ich ein Wurdtfrphstück. Beides mit einem gekochten Ei. Danach ging es zum Bahnhof Zoologischer Garten und von dort per S-Bahn zum Alexandeplatz. Das Alex war schnell gefunden und das Starbucks auch. Nach einem

  ausführlichen Bummel durch das Alex gingen wir zu den Hackeschen Höfen. Wir sind aber nicht hineingegangen, sondern haben erst mal einen Kaffee getrunken. Da es mittlerweile schon 17:30 Uhr war und uns die Mägen knurrten hielten wir nach einer Gelegenheit zum Abendessen. In der Dirksenstraße fanden wir eine spanische Tapasbar mit Namen Atame. Das Abendessen war köstlich.

Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten, ging es raus ins Getümmel. Einmal den KuDamm hoch und wieder runter. Karstadt und KaDeWe haben wir von innen begutachtetet, einen Blick in den Apple Store riskiert und Kaffee bei Starbucks getrunken. Abends waren wir bei einem Italiener um die Ecke essen. Es gab Salat mit Thunfisch und er schmeckte total nach Urlaub. Bester Salat seit Jahren.

Jippi, Sonne. Heute Morgen scheint die Sonne. Die Duschen funktionieren zwar gerade nicht, aber die gute Laune ist ungetrübt. Nach dem Frühstuck geht es los zum Cachen. Schließlich müssen wir ja ein neues Zuhause für den kleinen Wal finden, den uns Dominika anvertraut hat. Der Wal ist nämlich ein Travelbug und will von Hessen in den Norden. Nach kurzer Recherche ist ein neues Heim gefunden, der "Usedomer Travelbug- und Travelcoinresidenz". Also los geht's. Gesucht, gefunden und den Wal abgeliefert. Nun zum nächsten Cache, so der Gedanke. Mal wieder plötzlich aufkommender Regen ändert den Plan. Ab in den Zug und nach Heringsdorf zum bummeln. Aus dem Bummel wird die Suche nach Unterstellmöglichkeiten vor dem Platzregen. Dieser hört aber scheinbar gar nicht mehr auf. Schließlich landen wir in der Usedomer Inselbrauerei. Nach einem guten Essen geht es dann wieder durch den Regen zum Bahnhof und zurück in unser Zelt. Gegen Abend hört es dann endlich auf zu regnen und der Campingplatz erwacht. Man hört wieder die Kinder spielen und überall steigen die Rauchfahnen der Holzkohlegrills auf.

Unser tolles Luftbett hat über Nacht die Grätsche gemacht. Auch nach mehrmaligen Reparaturversuchen mit dem originalen Flickzeug war die Luft nicht im Bett zu halten. Ein neues Bett musste bei - aber WOHER? Man sollte annehmen, dass man dort, wo es viele Campingplätze gibt, auch schnell und unkompliziert Campingzubehör erhält - weit gefehlt!!
Man schickte uns buchstäblich von Pontius zu Pilatus. Schließlich landeten wir in Greifswald - das ist nicht mehr auf der Insel! Dort klapperten wir alle Outdoor- und Campingläden ab - erfolglos.
Bei einem kleinen Italiener kam uns während des Mittagessens bei strahlendem Sonnenschein der Gedanke, dass man möglicherweise nicht nur in Campingläden Luftbetten bekommt, sondern z. B. auch im Dänischen Bettenlager. Greifswald hat ein Dänisches Bettenlager und dort haben wir wirklich ein neues Luftbett bekommen!!!
Übrigens ist Greifswald ein echt schnuckeliges Städtchen, in dem es Spaß macht, durch die schmalen Gassen zu schlendern oder in einem kleinen Cafe am Marktplatz einen Kaffee zu schlürfen.
An unserem Strand fand abends eine kleine Beachparty statt, wir waren noch bis fast Mitternacht dort.
Nachts fing es erneut sehr stark an zu regnen. Wieder brachen einige Camper Hals über Kopf auf.

Heute morgen geht es mit der Bäderbahn nach Ahlbeck, dem östlichsten der drei Kaiserbäder hier auf Usedom. Kaiserbäder deshalb, weil hier Kaiser Wilhelm II Urlaub zu machen pflegte - ist schon ein bisschen her. Wir schauen uns die Ahlbecker Seebrücke an, die unter anderem auch in Loriots Film "Papa ante Portas" zum Schluss zu sehen ist, da dort seine Mutter ihren 80. Geburtstag feiert. Jetzt ist dort ein Restaurant und wir trinken in Gedenken an den Film eine Apfelsaftschorle. Dann machen wir uns los auf unsere drei Kaiserbädertour. Immer am Strand entlang, mit den Füßen in der Ostsee, geht es von Ahlbeck nach Heringsdorf und von dort weiter nach Bansin. Die Sonne brutzelt uns fast die Pelle vom Leib aber Dank der Sonnencreme bleibt der Sonnenbrand aus. In Bansin angekommen, machen wir uns auf die Suche nach dem Bahnhof und fahren dann wieder zurück zum Camoingplatz. Direkt nach dem Abendessen legt ein Gewitter mit anhaltendem Platzregen los. Einige Zelte werden überflutet. In einer kurzen Regenpause werden Gräben um die Zelte gezogen und einige Zelte hastig eingepackt. Dann geht es wieder los. Dagegen war der Regen am Wochenende Pillepalle. Laut Wetterbericht soll das meiste Wasser zwischen 23:00 und 02:00 Uhr herunterkommen. Es wird wohl eine kurze Nacht werden.
Hier noch ein paar Eindrücke unserer Strandwanderung:

Zwar bewölkt, aber warm. Der Strand ruft und wir folgen. Schnell noch Decke, Standmuschel und Bücher eingepackt und los geht es. Einen ganzen Tag lang am Strand rumgeflözt. Nur zum Mittagessen waren wir kurz am Zelt. Da für den Nachmittag Regen gemeldet war, war der Strand fast ohne Menschen. Und die Sonne kam am Nachmittag auch noch durch. Herrlich.

Wir werden vom Regen geweckt und entschließen uns, noch etwas weiter zu schlafen. Als wir aufstehen, regnet es nicht mehr und die Wolken verziehen sich auch. Und dann ist sie da, die Sonne über Usedom!!! Wir nutzen die Sonnenzeit, um die Plane neu auszurichten und unser Auto an der Grenze unsrer Parzelle zu parken. Das geht nämlich, weil unsere unmittelbaren Nachbarn vor und Links neben uns aufgebrochen sind. Jetzt haben wir endlich den Platz komplett, für den wir auch zahlen und können nun die Wäscheschnur dort spannen, wo auch die Sonne hinscheint. Außerdem können wir jetzt auch eine Bank und den Tisch in die Sonne stellen. Dort essen wir dann auch zu Mittag. Einem Nachbarn von uns wurde eine zu kleine Parzelle zugewiesen und nun helfen wir ihm Links neben uns zu ziehen. Unsere Luftpumpe funktioniert leider nicht so, wie sie soll. Man kann pumpen, bis einem die Arme abfallen, mehr als 2 Bar Druck bekommt man einfach nicht auf die Reifen. Diese sollen aber mindesten 3,5 Bar haben. Also, es muss eine neue Pumpe her. Wir machen uns auf nach Koserow und besorgen eine neue. Dann sehen wir uns noch die Seebrücke von Koserow an und schlecken ein Waldmeister-Softeis. Lecker!!! Auf dem Heimweg besorgen wir uns noch etwas fürs Abendbrot. Unser neuer Nachbar zeigt sich heute sehr anhänglich - mal sehen, wie sich das weiterentwickelt...