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01.08.2019 Tag 5

Halbzeit! Fünf Tage sind wir jetzt hier und weitere fünf Tage werden wir noch hier bleiben. Bergfest, Rotkäppchen Spätburgunder trocken und Erdnüsse. Das Feuerwerk bleibt heute stumm, damit haben wir es nicht so. Und damit das Bergfest auch eines wird, haben wir uns heute mit eine kleinen Wanderung auf einen Berg - das sagt man hier aber nicht, deshalb: auf einen Stein - eingestimmt. Herausgesucht haben wir uns den Lilienstein, da ist die Strecke nicht so weit und es ist der Stein direkt gegenüber des Campingplatzes. Er hat eine höhe von 415 Meter über null und 300 Metern über Elbe. Es ging also hoch und wieder runter. Jetzt steht der Lilienstein auf der rechten Elbseite und wir mit unserem Wohnwagen auf der linken. Deshalb gingen wir erst mal nach Königstein und setzten mit der Fähre nach Halberstadt über.

Die kleine Fähre zwischen Königstein und Halberstadt
Die kleine Fähre zwischen Königstein und Halberstadt

Dort angekommen, ging es gleich steil bergauf auf das Plateau über die Elbe. Kurz bevor wir das Plateau erreichten, sahen wir zwei Wegweiser „Lilienstein südlicher Aufstieg“ und „Lilienstein nördlicher Aufstieg“. Wir entschieden uns für den südlichen Aufstieg, kamen am Hotel Panoramahof vorbei und bogen dann auf einen Feldweg Richtung Lilienstein ab.

Unser Ziel, der Lilienstein
Unser Ziel, der Lilienstein

Als wir den Fuß des Liliensteins erreichten, wurde aus dem Weg eine Treppe. Diese bestand teils aus natürlichen Steinen und Wurzel, behauenen Steinen, Metalltritten und Gitterplatten. Die Treppe schlängelt sich mal steiler, mal flacher an der Südseite des Liliensteines in unregelmäßigen Serpentinen nach oben.

Ein kleiner Teil des südlichen Aufstiegs
Ein kleiner Teil des südlichen Aufstiegs

Der Aufstieg war sehr schweißtreibend aber auch sehr schön. An einer Stelle, an der ein Stück Steinwand senkrecht in den Himmel aufsteigt waren sogar zwei Bergsteiger in der Wand. Immer weiter ging es nach oben und dann kam das Schild „Aussicht“ mit einem Pfeil nach links. Wir hatten es geschafft, wir waren oben angekommen. Um zu der Aussicht zu kommen, mussten zwar noch einige Leitern nach oben und unten genommen und ein paar Brücken auf Gitterplatten überquert werden, aber es lohnte sich. Obwohl es etwas diesig war, konnten wir bis zur Bastei blicken.

Eine Brücke aus Gitterplatten zur Aussicht
Eine Brücke aus Gitterplatten zur Aussicht
Leitertreppe zur Aussicht
Leitertreppe zur Aussicht
Aussicht auf die Feste Königstein
Aussicht auf die Feste Königstein
Ausblick auf die Bastei
Ausblick auf die Bastei

Nachdem wir die Aussicht genossen hatten, ging es wieder zurück zum Schild „Aussicht“ und von da in die Richtung, in die das Schild „Gasthaus“ zeigte. Oben auf dem Lilienstein gibt es nämlich ein Gasthaus, welches Wanderern sogar Übernachtungsmöglichkeiten anbietet. Versorgt wird das Gasthaus über einen kleinen Lastenaufzug an der Ostseite des Steines. Im Winter müssen die Güter nach oben getragen werden und zwar über den südlichen Aufstieg, über den wir auch hochgekraxelt sind. Auch fließend Wasser gibt es nur in den Sommermonaten. Die Mannschaft des Gasthauses muss jeden Tag auf den Stein rauf und wieder runter laufen. Das macht kräftige Oberschenkel.

Ankunft am Gasthaus
Ankunft am Gasthaus

Nachdem wir das Gasthaus durch den Verzehr von zwei Pepsi Cola unterstützt hatten, machten wir uns auf den Weg, die Ebene auf dem Lilienstein zu umrunden. Dort oben ist es relativ flach. Es wachsen dort oben Bäume, wilde Erika, Heidelbeeren und sonstiges mehr. Wege sind angelegt und führen von dem Gasthaus zum Obelisken, weiter zur Funkantenne bis hin zum nördlichen Aufstieg.

Der Obelisk auf dem Lilienstein
Der Obelisk auf dem Lilienstein
Unser Campingplatz und unser Wohnwagen mit Wolf
Unser Campingplatz und unser Wohnwagen mit Wolf
Bad Schandau und die Schrammsteine
Bad Schandau und die Schrammsteine

Dieser Aufstieg ist viel steiler als der südliche, dadurch aber auch kürzer. Anschließend umrundet man die Ostseite des Liliensteins und kommt wieder in Halberstadt an.

Das war unsere Route für den Abstieg. Nach insgesamt 160 Minuten waren wir wieder an der kleinen Fähre uns setzten nach Königstein über.

29.07.2019 Tag 2

Heute war Gewitter angesagt und Schwüle bis 30 Grad. Es wurde auch schwül und es waren 30 Grad nur das Gewitter ließ sich erst zum Abendessen blicken. Eigentlich sollte es schon um 14:00 Uhr kommen, so die Wetter-App.

Da wir davon ausgingen, dass die Wetter-App Recht hat, planten wir keine Tour in die Steine, sondern wanderten nach Bad Schandau. Das sind vom Campingplatz ungefähr vier Kilometer weit weg. Doch erst einmal frühstückten wir.

Das Frühstück ist ...
Das Frühstück ist ...

Danach gab es hier und da noch etwas zu tun und so gingen wir dann um 11:15 los. Eine gute Stunde waren wir unterwegs und setzen dann mit der Fähre von unserer linken auf die rechte Seite der Elbe über.

Bad Schandau ist ein netter kleiner Kurort mit vielen Café’s, Konditoreien, Hotels und kleinen Kruschlädchen. Das für uns besondere war der Aufzug, ein frei stehender Turm der 1904 gebaut wurde und seine Passagiere 50 Meter hoch auf den Tafelberg bringt.

Hier geht es senkrecht in die Höhe
Hier geht es senkrecht in die Höhe

Oben angekommen mussten wir über einen schmalen Steg vom Aufzug auf den Stein gehen.

Der Steg vom Stein zum Aufzug
Der Steg vom Stein zum Aufzug

Von dem Steg aus hatten wir eine sehr schöne Aussicht auf Bad Schandau.

Bad Schandau immer an der Elbe lang
Bad Schandau immer an der Elbe lang

Nach einer kurzen Rast machten wir uns dann an den Abstieg nach Bad Schandau. Dort entdeckten wir den Kurpark und einen Bäcker, der selber Eis herstellt. Wir gönnten uns beide je eine Kugel Zitronen- und Erdbeereis und gingen weiter auf Erkundung. Nachdem wir gefühlt in jeder Straße der Ortes mindestens einmal waren, liefen wir hinab zur Elbe und dem Anleger der Fähre. Die Fähre brachte uns sicher auf die andere Seite des Elbe zurück und wir wollten unseren Weg gerade fortsetzen, als wir zwei Rettungswagen, Notarzt und einen Rettungshubschrauber in den Elbwiesen entdeckten. Genau da, wo wir vorbei mussten. Nach einem kurzen Schreck stellten wir fest, dass es sich nur um eine Übung gehandelt hat, die auch schon wieder vorbei war. Wir sahen dem Hubschrauber noch beim Abflug zu und machten uns auf den Weg zum Wohnwagen zurück.

Etappenlänge gesamt: 17,48 km!!!

Kurz vor dem Abflug
Kurz vor dem Abflug

Das Gewitter kam dann um 20:30 Uhr und zwar mit sehr viel Regen und wenig Rabatz. Wir flohen in den Wohnwagen, aßen zu Ende und jetzt sitzen wir hier und warten darauf, dass der Regen nachlässt oder besser ganz aufhört, damit wir duschen gehen und danach den 2. Tag gemütlich ausklingen lassen können.

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Wir haben uns entschlossen. Es geht auf eine Pilgerwanderung auf die Bonufatiusroute von Mainz bis nach Fulda. Laut den Informationen auf der Website www.Bonifatiusroute.de sind es 172 km.

Wir wollen die Strecke gemütlich in neun Tagen gehen und haben die Übernachtungen im Voraus gebucht. Somit entfällt auch das Mitführen von Zelt, Schlafsack und Isomatte. Die neuen Rucksäcke stehen bereit zum Packen.

Wir hoffen, dass sich das Wetter einigermaßen hält und wir nicht zu viel Regen abbekommen. In dieser Jahreszeit weiß man ja nie, was das Wetter so vorhat.

Die Rucksäcke sind nun gepackt und warten darauf, dass es los geht. Dieses Mal haben wir 5 kg am Buckel, ohne Stöcke und ohne Wasser.

Es reichen uns die 33l bzw. 35l Rucksäcke und wir haben noch genug Platz für Verpflegung.

Reise, Reise, Seemannsreise, jeder tut's auf seine Weise....
Jawoll, 4 Stunden sind wir heute auf der "Ehrenfels" den Rhein entlang gefahren. Die sogenannte Loreleytour zeigte uns Teile der von uns gewanderten Strecke von der Rheinseite aus.
Bevor wir morgen nach Hause fahren, wollen wir uns noch Rüdesheim anschauen.

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Hipphipp Hurra!!!!
Nach knappen zwei Stunden relativ flotten Marschierens am Rhein entlang, haben wir heute um 11.30 Uhr unser Ziel - Bingen - erreicht!!

Im kleinen Schnuckelhotel "Zum Rosenhof" waren wir heute morgen die absoluten Langschläfer und somit um 08.30 Uhr die letzten Gäste am Frühstückstisch, hihi.

Am Ziel haben wir am Rheinufer mit Blick auf unzählige Schiffe und das Niederwalddenkmal ein Mittagspäuschen gemacht und uns anschließend die Stadt angesehen.
Morgen machen wir eine Schifffahrt!

Wer das Wort "Rheinburgenweg" hört, denkt: "Cool, wandern am Rhein entlang!"
Jepp - weil Burgen ja auch immer direkt am Ufer liegen!!
Von wegen, die liegen immer SEHR weit oben, wegen Verteidigung und so...
Tja, bis wir dann heute in Trechtingshausen ankamen, haben wir einen sehr, sehr steilen Anstieg und - richtig - wo's raufgeht, geht's auch wieder runter (seufz), einen super steilen Abstieg hinter uns bringen dürfen. Die Reiseführer, wie immer fernab von gleichen Angaben jeglicher Art, sahen das eher harmlos.
Interessanter Weise war heute ein kleiner Märchenpfad integriert. Da ist dann eine Königstochter Jüngste auf die andere gestoßen!! (s. Bild)
Morgen geht's abschließend nach Bingen.
Wir sind wirklich froh, diese anstrengende Etappe so geschafft zu haben!!!

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Rund um Bacharach waren wir heute unterwegs. Zuerst sind wir zur Burg Stahleck aufgestiegen und haben uns im Innenhof etwas gesonnt. Die Burg ist eine Jugendherberge und wunderschön restauriert. Dann ging es weiter auf der Stadtmauer entlang wieder zum Hotel zurück. Die zweite Tour führte uns am Rheinufer entlang. Morgen geht es weiter nach Trechtingshausen.

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Nachdem wir unsere Knochen in den letzten Tagen ziemlich beansprucht haben, sind wir heute gaaaaaaannnnzzz gemütlich die Kurzvariante direkt am Rhein entlang gelaufen!
In Bacharach angekommen, haben wir erstmal am Rheinufer die Sonne genossen, bevor wir unser Hotelzimmer bezogen. Dann gabs lecker Flammkuchen und dazu ein Schöppchen:)

Letzte Nacht hat es wie aus Kübeln gegossen - am Morgen war es herrlich frisch und sonnig!!
Ein weiteres Mal lehrt uns diese Etappe, dass der Rheinburgenweg wirklich eher als anspruchsvoll zu bezeichnen ist. Alpine Auf- und Abgänge sind heute Standard, dabei hat der Reiseführer die Strecke als 'leicht' eingestuft, naja, die Kilometerangaben differieren auch erheblich. Wir laufen Stunde um Stunde und Oberwesel ist immer nur 2 km entfernt???
Immerhin sehen wir eine quietschlebendige Blindschleiche und eine schlammbraune Eidechse!!
Endlich in Oberwesel angekommen, stellen wir fest, dass unsere angedachte Herberge weit außerhalb des Ortes liegt - die Gelenke meckern, die Muskeln sind hart, wir haben schrecklichen Hunger. Keiner macht uns um 15.00 Uhr was zu Essen, na Klasse. Kurzerhand buchen wir unsere Unterkunft um und beziehen ein sehr komfortables Zimmer in einer kleinen Pension. Wäsche waschen, duschen, Brot und harte Wurst als Alternative, bis wir dann abends was anderes kriegen...
Nachmittags setzt auch hier kräftiger Regen ein, haha, wir sind bei strahlender Sonne gewandert!!

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Bei strahlendem Sonnenschein ging es heute morgen mal wieder brutal bergauf. Die Wegweiser waren nicht ganz so verwirrend, wie gestern, so dass wir uns, ganz wie im Reiseführer beschrieben, nach geraumer Zeit entscheiden mussten: entweder wir schauen und eine Benediktinerabtei an und nehmen 120 Höhenmeter Unterschied in Kauf oder wir wandern 3 km mehr!!
Klar, wollten wir die Abtei sehen - was sind schon 120 Höhenmeter - ha!!!
ALPINER Abstieg - dass konnte keiner ahnen... Schottersteinchen, Rutschgefahr, steilste Abgründe, alles inklusive. Sicher wären wir in sehr viel kürzerer Zeit die 3 Kilometer mehr gelaufen, egal, hatte echt seinen Reiz.
Endlich in Hirzenach angekommen, haben wir artig die Abtei fotografiert und wollten uns dann mit einer kalten Cola belohnen - Ruhetag - ok - Wasser haben wir ja immer dabei ;))
Da wir vom Kraxeln dann erstmal genug hatten, haben wir den Rest der Strecke direkt neben dem Rhein zurückgelegt - ja, richtig gelesen, neben dem Rhein!!!! Das war schön!!! Recht früh erreichten wir die Jugendherberge und hatten dann beim Bummeln im Örtchen noch einen erholsamen Tag. Allerdings haben wir hier in St. Goar bis jetzt am Schlechtesten gegessen...
Morgen ist's angeblich nur eine kurze Etappe. Mal schauen, was das Wetter macht...