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Festung Königstein

03.08.2019 Tag 7

Heute war für den ganzen Tag Regen gemeldet. Und so fing der Tag auch an, mit Regen. Trotzdem war es einigermaßen warm und wir konnten unter unserer Markise frühstücken.

Frühstück mit Regen
Frühstück mit Regen

Und tatsächlich waren auch ein paar Ruderbote auf der Elne unterwegs.

Hart im Nehmen. Wer da wohl auf dem Sofa sitzt?
Hart im Nehmen. Wer da wohl auf dem Sofa sitzt?

Da heute Samstag ist, beschlossen wir auf eine Regenpause zu warten, um in den EDEKA-Markt in Königstein einkaufen zu fahren. Die Regenpause kam und sie sollte laut Wetterdienst auch etwas länger sein. Deshalb beschlossen wir zu Fuß zu gehen. Also schnell einen Rucksack geschnappt und losgelaufen.

Auf dem Weg zum EDEKA kamen wir an einem Wegweiser zur Feste Königstein vorbei, den wir ignorierten. Kurz vor dem EDEKA gab es einen weiteren Wegweiser zur Feste, der diesmal aber in eine andere Richtung zeigte. Wir schauten uns kurz an und die Sache war klar: schnell einkaufen und dann zur Feste rauf. Der Einkauf war auch recht flott erledigt. Gemüse für heute und morgen, Brotaufstrich und ein paar Nüsse für abends zum Knabbern. Am Tchibostand entdeckten wir noch Geschirrtücher aus Mikrofasergewebe, 3 in einem Pack, sofort als brauchbar befunden und eingekauft. Das meiste von dem Einkauf verschwand in Dirks Rucksack, die Möhren und Nüsse bei Alex in der Wrigley‘s Spearmint Tasche.

Auf zur Festung mit dem Möhrenvorrat unter Arm
Auf zur Festung mit dem Möhrenvorrat unter Arm

Dann ging es ab zur Feste hoch. Der Weg war mit großen, schweren Basaltsteinen gepflastert. Etwas später kamen wir an einer Inschrift vorbei, der wir entnehmen konnten, das der Weg 1803 gepflastert worden ist. Seitdem liegt das Pflaster da.

Der Weg hoch zur Festung
Der Weg hoch zur Festung

Der letzte Teil der Weges zum Parkplatz vor der Burg war wieder ein Naturweg, der aus Steinen und Wurzeln bestand und wo ab und zu mal Stufen auf Holzbalken angelegt worden waren.

Die letzen Meter zum Tor
Die letzen Meter zum Tor

Der Eintritt in die Burg kostet 12€ für Erwachsene. Die Kasse war im Torhaus der Festung und dann ging es steil den Aufgang hoch zum Marktplatz der Festung. Hier oben haben mal 800 Menschen gewohnt, davon 200 Soldaten, der Rest Familienangehörige (67 Kinder), Bäcker, Metzger und was man sonst noch in einer kleinen Stadt benötigt. Tatsächlich hatte die Feste sogar das Marktrecht. Ständig wurde aus-, um- und neugebaut. Andauernd wurde die Festung verstärkt, um sich mit den Waffen entsprechend weiterzuentwickeln. Sie war aber auch Veranstaltungsort für Feste des Kurfürsten. Ob sich das alles rentiert hat, weiß man bis heute nicht. Die Festung wurde jedenfalls nie eingenommen oder auch nur angegriffen. Die einzigen Kanonenschüsse aus den 50 bis zu 5 Tonnen schweren Kanonen gab es bei den Militärübungen oder als Salute bei festlichen Anlässen.

Ein Modell der Festung vom Jahr 1800
Ein Modell der Festung vom Jahr 1800

Diese ganzen Informationen haben wir bei einer tollen Führung durch die Festung mitgenommen. Als wir um 13:30 Uhr durch die Kasse waren, haben wir das Schild „Führung 14:00 Uhr“ gesehen und uns gleich an den Startpunkt begeben. Die Führung kostete zwar noch einmal 4€ pro Person, aber das war sie auch wert. Es war sehr interessant und kurzweilig und plötzlich war die Führung zu Ende und es war viertel nach Drei. Hunger. Wir hatten ja bisher nur gefrühstückt und jetzt knurrten die Bäuche. Auf der Festung am Markplatz gab es die Schenke „Zum Musketier“ und sie versprach deftiges. Unsere Mägen trieben uns förmlich in den Schankraum. Wir durchforsteten die kleine Speisekarte und entschieden uns für Linsensuppe mit Rauchwurst und für Rauchwurst mit Sauerkraut und Brot. Mit unseren beiden Tellern suchten wir uns einen Platz und aßen mit Appetit auf.

Rauchwurst mit scharfem Sauerkraut und Brot
Rauchwurst mit scharfem Sauerkraut und Brot
Linsensuppe (süßlich) mit Rauchwurst
Linsensuppe (süßlich) mit Rauchwurst

Danach machten wir uns an den Abstieg, diesmal über die anderen Seite des Königsteins runter ins Städtchen Königstein. Der Weg, den wir nahmen, ist als Harald-Schurz-Weg ausgezeichnet und über diesen geht auch der Malerweg, der durch das gesamte Elbsandsteingebirge seine Schleifen zieht.

Der Harald-Schurz-Weg ist ein Patrouillenweg, der erst einem Waldweg folgt und dann als Treppe angelegt bis an den Rand von Königstein verläuft. Ab da führt eine Gasse bis hinunter zur Kirche von Königstein.

Gasse nach Königstein
Gasse nach Königstein

Gegen 16:45 Uhr waren wir wieder am Wohnwagen und hatten erst einmal nichts zu tun, da wir schon gegessen hatten. Wir kruschelten beide etwas herum und gingen ungewöhnlich früh duschen, auch mal schön.

Übrigens sind wir seit gestern nicht mehr allein mit unserer Pflanze vor dem Wohni. Ein Münchener Wohnmobil hat Sonnenblumen auf dem Tisch im Vorzelt stehen...wir bleiben dran.

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